
D’clic Lab bezeichnet ein FabLab, das heißt eine offene Werkstatt für die Öffentlichkeit, die von dem Verein Les Petits Débrouillards betrieben wird. Seine Hauptaufgabe: jeder Person, unabhängig von ihrem technischen Hintergrund, die Möglichkeit zu geben, sich durch praktische Erfahrungen mit wissenschaftlicher und digitaler Kultur vertraut zu machen. Der Ort fungiert auch als Nutzlabor, in dem lokale Vereine, Bürgerkollektive und Bildungseinrichtungen Methoden des Rapid Prototyping testen.
FabLab und Nutzlabor: zwei komplementäre Funktionen
Ein klassisches FabLab stellt Maschinen (3D-Drucker, Laserschneider, CNC-Fräsen) und einen kollaborativen Raum zur Verfügung. D’clic Lab geht weiter, indem es eine Dimension der sozialen Innovation und ökologischen Transformation integriert. Lokale Vereine experimentieren dort mit konkreten Lösungen für ihre Projekte vor Ort und gehen dann mit direkt umsetzbaren Materialien zurück.
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Diese doppelte Rolle als Werkstatt und Labor für soziale Experimente unterscheidet den Ort von einem einfachen High-Tech-Bastelraum. Die Gemeinde Durance-Luberon-Verdon präsentiert D’clic Lab zudem als Hebel für lokale Innovation, der in eine territoriale Strategie eingebettet ist, die Unternehmen, Schulen und das Vereinswesen verbindet.
Die Online-Präsentation von D’clic Lab beschreibt alle digitalen Dienstleistungen, die von der Einrichtung angeboten werden, vom Prototyping bis zur Begleitung digitaler Projekte.
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Digitale Lösungen, die von D’clic Lab angeboten werden: Prototyping, Mediation, Begleitung
Der Begriff “digitale Lösungen” umfasst hier drei gut unterscheidbare Bereiche, die ein Projektträger verstehen muss, bevor er die Tür zum Lab betritt.
Schnelles Prototyping und digitale Fertigung
Schnelles Prototyping bedeutet, eine Idee innerhalb weniger Stunden oder Tage in ein funktionales physisches Objekt zu verwandeln. D’clic Lab stellt die Maschinen und vor allem menschliche Unterstützung zur Verfügung, um Anfänger bei der 3D-Modellierung, der Materialauswahl oder der Einstellung der Schnitte zu leiten.
Der Ansatz bleibt zugänglich: Es ist nicht erforderlich, eine CAD-Software zu beherrschen, um zu beginnen. Die Einführungsworkshops ermöglichen es, schrittweise Kompetenzen aufzubauen.
Wissenschaftliche und digitale Mediation
Die Animation durch Les Petits Débrouillards verankert das FabLab in einer Kultur der wissenschaftlichen Mediation. Die Workshops zielen nicht nur auf die Produktion von Objekten ab, sondern auch auf das Verständnis der zugrunde liegenden technischen Prinzipien. Dieser pädagogische Ansatz richtet sich an Kinder, Familien und Erwachsene in der beruflichen Umorientierung.
Begleitung von Vereins- und Bürgerprojekten
Lokale Strukturen nutzen das Lab als Testfeld in großem Maßstab. Der Prozess folgt einer einfachen Logik:
- Bedarfsermittlung mit dem Team des Labs (welches Problem zu lösen, für welches Publikum)
- Prototyping einer ersten funktionalen Version mit den vor Ort verfügbaren Werkzeugen
- Iteration und Anpassung basierend auf den gesammelten Nutzerrückmeldungen
Dieser kurze Zyklus ermöglicht es den Vereinen, eine Idee zu validieren, bevor sie schwerere Ressourcen einsetzen.
Open-Source-Plattform Fab-manager: Verwaltung und Zugang zum Lab
D’clic Lab stützt sich auf Fab-manager, eine Open-Source-Plattform, die zur Verwaltung von FabLabs entwickelt wurde. Dieses Tool verwaltet die Maschinenbuchungen, die Nachverfolgung der Mitgliedschaften, die Rechnungsstellung und die Dokumentation der durchgeführten Projekte.
Die Wahl einer Open-Source-Lösung hat mehrere konkrete Implikationen. Der Code ist von der Gemeinschaft prüfbar und modifizierbar, was eine Unabhängigkeit von einem proprietären Anbieter garantiert. Die Daten der Nutzer bleiben unter der Kontrolle der Einrichtung. Und die Lizenzkosten sind null, was für einen Verein von Bedeutung ist.
Fab-manager zentralisiert auch die Online-Sichtbarkeit des Labs: Maschinenkatalog, Workshop-Planung, Projektgalerie. Für einen Besucher, der den Ort aus der Ferne entdeckt, stellt diese Schnittstelle den ersten operativen Kontakt dar.

Territoriale Verankerung und öffentliche Innovationspolitik
Ein FabLab funktioniert nicht isoliert. D’clic Lab zieht seine Relevanz aus seiner Integration in eine öffentliche Innovationspolitik. Die Gemeinde finanziert es nicht als einfaches kulturelles Equipment: Sie positioniert es als ein Glied zwischen lokaler Wirtschaft, Bildung und bürgerschaftlichen Initiativen.
Diese Verknüpfung mit den Kommunen verändert die Art der betreuten Projekte. Das Lab beschränkt sich nicht auf individuelle Realisierungen (ein 3D-gedrucktes Ersatzteil, ein elektronisches Gehäuse für ein Hobby). Es beherbergt Projekte mit kollektivem Anspruch:
- Pädagogische Werkzeuge für Schulen im Gebiet
- Prototypen von Geräten im Zusammenhang mit der ökologischen Transformation, die von lokalen Kollektiven getragen werden
- Kommunikations- oder Mediationsmaterialien für Vereine, die über interne digitale Kompetenzen verfügen
Diese territoriale Dimension erklärt, warum D’clic Lab sich als dritte Stätte sozialer Innovation und nicht als klassisches Fertigungsatelier präsentiert. Der Begriff “dritte Stätte” bezeichnet einen Raum, der weder das Zuhause noch der Arbeitsplatz ist, sondern ein hybrider Ort, an dem verschiedene Nutzungen aufeinandertreffen.
Was D’clic Lab von einem klassischen digitalen Dienstleister unterscheidet
Ein digitaler Dienstleister (Webagentur, Kreativstudio, IT-Dienstleister) verkauft ein fertiges Produkt an einen Kunden. D’clic Lab funktioniert nach einem umgekehrten Modell: der Projektträger beteiligt sich aktiv an der Herstellung. Das Team des Labs vermittelt Kompetenzen, anstatt ein schlüsselfertiges Produkt zu liefern.
Diese Logik des Kompetenzaufbaus eignet sich besonders für kleine Vereinsstrukturen oder Kollektive, die nicht über das Budget eines externen Dienstleisters verfügen, aber Zeit und Motivation haben. Das Ergebnis ist nicht immer so professionell wie eine Dienstleistung, wird aber von denjenigen, die es nutzen werden, vollständig kontrolliert.
Das Geschäftsmodell basiert auf Mitgliedschaft und Teilnahme an Workshops, nicht auf dem Verkauf von Dienstleistungen. Diese Unterscheidung prägt die gesamte Funktionsweise: Das Lab hat kein kommerzielles Interesse daran, eine Begleitung über das Notwendige hinaus zu verlängern.
D’clic Lab nimmt eine spezifische Nische im lokalen digitalen Umfeld ein. Weder Schule, noch Agentur, noch einfaches Atelier, kombiniert die Einrichtung wissenschaftliche Mediation, Prototyping und Begleitung territorialer Projekte in einem offenen Modell. Für Projektträger, die einen Experimentierraum suchen, bevor sie in größerem Maßstab arbeiten, bleibt dieser Typ von dritter Stätte eine untergenutzte Ressource.